Die Kran-News des Jahres 2009



Liebherr Kran LR 1600/2 in Deutschland

7. Oktober 2009


Vor kurzen teilte der Kran Hersteller Liebherr mit, dass Maxikraft bereits im Sommer als erstes deutsches Kranunternehmen einen neuen LR 1600/2 erhalten hat. Die transport-optimierte Konstruktion des 600- Tonnen Raupenkrans war ein entscheidendes Kaufkriterium für Maxikraft.


Besonders bei der Montage von Windkrafttürmen habe sich der 600-Tonner inzwischen bewährt. Im Windpark Groß Schacksdorf bei Forst werden insgesamt acht Anlagen des Typs Enercon E-82 mit je 2 MW Leistung aufgebaut.


Bis zu 123 Tonnen schwere Betonringe bilden die unteren Segmente der Windkrafttürme. Dank dem neuen Liebherr LR 1600/2 mit 108 Meter Hauptmast, Derrickausleger und 150 Tonnen Drehbühnenballast werden diese montiert. Der unterste Ring hat übrigens einen Durchmesser von 13,2 Metern. Bis zu der Höhe von 80 Metern bestehen die Türme aus Betonringen. Darauf werden dann Stahlsegmente montiert, die die Windkrafttürme bis auf 137 Meter wachsen lassen.


Kurze Zeit nach der Übernahme des LR 1600/2 Raupenkrans hat Maxikraft auch den Liebherr-Gittermastmobilkran LG 1750 erhalten, der zurzeit ebenfalls für Windkraftmontagen eingesetzt wird.



Raupenkran für Neeb

6. Oktober 2009


Kürzlich hat der europaweit tätige Dienstleister aus dem Bereich Schwertransport, Kranarbeiten und Projektlogistik, Neeb Internationale Hebe- und Transportlogistik GmbH, einen neuen 100 Tonnen-Teleskopkran auf Raupenfahrwerk den LTR 1100, im Liebherr-Werk Ehingen übernommen.


Mit diesem neuen Raupenkran wird die Fahrzeugflotte um einen weiteren Spezialkran von Liebherr erweitert. Damit sollen die internationalen Kunden in den Niederlassungen in Spanien und Rumänien noch besser bedient werden. Der neue LTR 1100 Raupenkran mit einer maximalen Tragkraft von 100 Tonnen bietet einen 52 Meter langen Teleskopausleger.



Raupenkrane nach Brasilien

1. Oktober 2009


Die brasilianische Kranvermieter, Real Guindastes aus Belo Horizonte und Guindastes Tatuape aus Sao Paulo haben sich jeweils für einen LTR 1100 Raupenkran entschieden.


Vom Konzept des Teleskopkranes auf Raupenfahrgestell ist speziell Daniel Ferraz, Inhaber von Real Guindastes, überzeugt. Die Pluspunkte des LTR 1100 sieht er darin, dass er die Vorteile eines Teleskopkranes mit denen eines Raupenkranes in sich vereinigt.


Als interessante Nischenanwendung für den LTR 1100 sieht Ferraz insbesondere Langzeitbaustellen, auf denen kleinere bis mittlere Lasten gehoben und verfahren werden müssen. Auch Einsätze in Minen oder bei der Errichtung von Fabrikhallen seien mögliche Anwendungsbereiche.


Der Teleskopausleger des LTR 1100 ist 52 Meter lang und wird vollautomatisch und schnell auf die gewünschte Länge ausgefahren. Zudem kann dieser mit einer 10,8 bis 19 Meter langen Klappspitze verlängert werden.



Raupekran Einsatz in neuen Dimensionen

24. September 2009


Zwischen Kehl und Straßburg bauen derzeit zwei Liebherr-Raupenkrane vom Typ LR 1350/1 an einer Rheinquerung. Seit März dieses Jahres ist der erste Raupenkran im Einsatz, seit Ende Mai der zweite. In einem Jahr soll der erste TGV mit etwa 160 Stundenkilometern über die zweigleisige Stahl-Fachwerkbrückefahren.


Vom französischen Ufer aus wird gebaut. Die beiden Raupenkrane heben die vor Ort gefertigten Stahlelemente, die zur Fachwerkkonstruktion zusammengesetzt werden. Die stählernen Bauteile wiegen bis zu 40 Tonnen. Sie müssen punktgenau an ihren vorgesehenen Platz manövriert und dort dann verschweißt werden.


Eigentlich sollte nur ein Raupenkran eingesetzt werden. Jedoch ordnete die Deutschen Bahn AG eine so genannte "Beschleunigungsmaßnahme" an, so dass noch einen zweiten LR 1350/1 an den Oberrhein geschickt wurde.


Neben dem rascheren Baufortschritt war damit noch einen weiteren Vorteil verbunden: Die rund 90 Tonnen schweren und 24 Meter langen Fahrbahnsegmente sollten eigentlich mit einem Mobilkran im Tandemhub platziert werden. Nun konnten sie jedoch an den Haken beider Raupenkrane bequem von der Stelle der Fertigung bis zur Brücke verfahren werden. 52 Tonnen Bruttolast hatte jedes der Geräte dabei zu bewältigen.


Zehn dieser sogenannten "Schüsse" ergeben letztendlich die 240 Meter lange Rheinbrücke. Mit Rücksicht auf die Rheinschifffahrt kommt die neue Brücke mit nur einem Pfeiler aus. Spannweiten von 107 und 131 Metern muss das fertige Bauwerk einmal überbrücken.


Wenn alles nach Plan läuf, soll die Fachwerkkonstruktion Ende November fertig gestellt sein. Nach Abschluss des Raupenkran Einsatzes von Liebherr in Straßburg, werden die beiden LR 1350/1 rund 2.900 Tonnen Stahl gehoben und verbaut haben.


Zurzeit sieht es ganz danach aus, als ob der Zeitplan eingehalten wird. Teilweise kommt es dabei auch auf die Zuverlässigkeit der Raupenkrane an.



Seile wiegen 90 Tonnen

21. September 2009

Es sind nur drei Buchstabenund fünf Zahlen, aber sie stehen für einen der Offshore-Drehkräne welcher jemals gebaut und montiert wurde. Gemeint ist der MTC78000 aus dem Hause Liebherr. Für diesen riesigen Kran lieferte Teufelberger vor kurzer Zeit die Seile.


Der Drehkran MTC 78000 hat ein Gesamtgewicht von 1.600 Tonnen und eine Turmhöhe von knapp 70 Meter über Deck. Damit gilt er als größter Vertreter einer neuen Baureihe von Liebherr Offshore-Schwerlastkranen.Die Österreichische Firma Teufelberger wurde nicht nur mit der Lieferung der Seile beauftragt, sondern auch mit der Abwicklung der Montage. Die neun Seile haben ein Gesamtgewicht von 90 Tonnen und eine Gesamtlänge von über 7.500 Metern.


Alle vorgefertigten Einzelteile wurden beim neuen MTC78000 unter Zeitdruck zu einem kompletten Ganzen zusammengebaut.



Hafenkrane nach Indien

8. September 2009

Über eine "strategisch wichtige Order" aus Indien freut sich derzeit Liebherr Nenzing. An ABG Infralogistics liefert der deutsche Hersteller gleich sechs Hafenmobilkrane des Typs LHM 400. Diese Kräne werden etwa eine Traglast von 140 Tonnen haben. Schon Mitte Oktober sollen die Mobilkrane in Indien in Betrieb gehen. Bereits jetzt wurden die vormontierten Maschinen verschifft dorthin verschifft.


Liebherr Nenzing konnte seit dem Markteintritt in Indien bereits 32 Hafenmobilkrane in das asiatische Land ausliefern.



Liebherr bringt bei ASARCO vier Muldenkipper des Typs T 282 B zum Einsatz

02.09.2009

ASARCO Ray, eine Tochter von ASARCO LLC, hat mit der kürzlichen Inbetriebnahme von vier neuen Kippern der Ultraklasse seine Flotte von dieselelektrischen, wechselstromgetriebenen Muldenkippern des Typs T 282 B auf 13 Fahrzeuge erweitert. Die Kipper mit einer Nutzlast von 400 amerikanischen Tonnen (363 metrische Tonnen) werden im Ray-Tagebau dazu genutzt, größere Materialmengen effizienter zu bewegen, da ältere Fahrzeuge mit geringerer Kapazität nach und nach außer Betrieb genommen werden. Die Liebherr-Muldenkipper T 282 B sind mit Dieselmotoren des Typs MTU/DDC 20V4000 und Michelin-Niederquerschnittreifen 56/80R63 ausgerüstet.


Im Bergbau ist ein solider Produkt-Support der Schlüssel zum Erfolg. Daher hat sich Liebherr in starkem Maße auf kundenspezifische Servicestrukturen konzentriert, wobei jeder Verkauf von Ausrüstungen die Basis für eine lang währende Partnerschaft mit dem Kunden bildet. Im Fall des ASARCO-Ray-Tagebaus stellt Liebherr technischen Support rund um die Uhr, ein Teilelager, ein Büro vor Ort sowie drei Servicefahrzeuge zur Verfügung.


Der Ray-Tagebau mit einem Umschlag von 250.000 Tonnen pro Tag befindet sich ca. 100 km südöstlich von Phoenix/Arizona und verfügt über einen Konzentrator mit einer Kapazität von 30.000 Tonnen/Tag sowie eine Anlage zur Solventextraktion und elektrolytischen Gewinnung für 47 Mio. kg/Jahr; dazu kommt die entsprechende Wartungs- und Verwaltungsinfrastruktur.



Erfolgreiche Markteinführung des LHM 120

01.09.09

Der erste Liebherr-Hafenmobilkran des Typs LHM 120 wurde im Frühsommer 2009 an den Hafen Korsør in Dänemark geliefert. Dieser Kran wurde speziell für den schnellen und effizienten Umschlag von Stück- und Massengütern, aber auch von Containern und Schwerlasten aller Art konzipiert. Mit einer maximalen Traglastfähigkeit von 42 t und einer maximalen Reichweite von 30 m vervollständigt diese Maschine die neue "Lightweight"-Produktpalette der Hafenmobilkrane von Liebherr.


Am Hafen von Korsør wird der neue LHM 120 für das Be- und Entladen von Dünge-, Futtermitteln und Getreide eingesetzt. Der Kran ist mit einem 10,5 m³-Greifer ausgerüstet. Damit erwartet man am Hafen Umschlagszahlen von bis zu 400 t / h, was einer Steigerung um bis zu 100 % entspricht. Der dänische Hafen erzielte im Vorjahr eine Jahresumschlagsleistung von rund 350.000 t, 90 % davon waren Schüttgüter.


Der neue LHM 120 weist im Vergleich zum Vorgängermodell zahlreiche technische Verbesserungen auf, die nachweislich zur Wirtschaftlichkeit beitragen. So wurden beispielsweise die Hub-, Schwenk- und Wippgeschwindigkeiten wesentlich erhöht. Die technische Kompetenz von Liebherr in den Bereichen Lastverteilung, Unterwagen-Geometrie, Elektronik und Antriebsdesign wurde in der Entwicklung des LHM 120 gebündelt. Ergebnis ist eine operationale Ausgewogenheit, die in allen Anwendungsbereichen eine Umschlagssteigerung mit sich bringt.


"Mit der gesteigerten Kapazität und Betriebssicherheit der neuen Maschine eröffnet sich uns die Möglichkeit, trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten nicht nur neue Kunden zu gewinnen, sondern auch die Gesamtumschlagsmenge des Hafens zu erhöhen", sagt Flemming Erichsen, Hafen Manager in Korsør.



Sieben Liebherr-Muldenkipper der Ultraklasse T 282 B für Chile

25.08.2009

Die National Copper Corporation of Chile, Codelco, hat bei Liebherr sieben dieselelektrische, wechselstromgetriebene Muldenkipper des Typs T 282 B für den Tagebau Radomiro Tomic in Auftrag gegeben. Die Muldenkipper der Ultraklasse mit einer Ladekapazität von 400 amerikanischen Tonnen (363 metrische Tonnen) werden mit Dieselmotoren des Typs MTU/DDC 20V4000 mit einer Leistung von 3650 PS / 2722 kW sowie Michelin-Niederquerschnittreifen des Typs 56/80R63 ausgerüstet. Der Einsatz der Kipper ist für Ende 2009 vorgesehen. Codelco wird dann in seiner Codelco Norte Division über eine Flotte von 48 Liebherr-Muldenkippern verfügen: 30 Fahrzeuge in Chuquicamata und 18 in Radomiro Tomic.


Radomiro Tomic ist ein Tagebau, in dem oxidisches Kupfererz gefördert wird. Er liegt in einer Höhe von 9800 Fuß (3000 Meter) über dem Meeresspiegel in den Anden, etwa 1000 Meilen (1670 Kilometer) von Santiago, Chile, entfernt. Radomiro Tomic ist seit 1995 in Betrieb.



Liebherr-Baukrane auf der Opern-Freilichtbühne in Bregenz

10.07.2009

Zwei Liebherr-Obendreherkrane kommen bei Aufführungen der Oper Aida auf der Seebühne in Bregenz zum Einsatz. Die beiden Krane 550 EC-H 40 FR.tronic und 280 EC-H 12 Litronic werden aktiv in die Handlung integriert und haben bis zu 12 Tonnen schwere Teile des Bühnenbildes nach den Vorgaben der Dramaturgie zu bewegen. Nicht nur die Funktion der beiden Krane ist Teil der Handlung, auch die Umrisse der Hebegeräte gehören zur Inszenierung: Türme und Ausleger bilden einen riesigen Rahmen, der in den Spielzeiten 2009 und 2010 die weltweit größte Opern-Freilichtbühne sowie den nächtlichen Himmel über dem Bodensee beinhaltet.


Bei der Aufführung AIDA haben die beiden Großkrane die Aufgabe zwei komplementäre Maskenteile auf die Bühne zu heben und in der Schwebe zu einer überdimensional großen Maske zusammen zu fügen. Dafür ist punktgenaues und präzises Fahren notwendig. Die stufenlosen FU-Antriebe und die Arbeitsbereichsbegrenzung ABB erleichtern und unterstützen die Kranfahrer bei dieser anspruchsvollen Aufgabe. Feinfühliges Fahren, hohe Zuverlässigkeit und Sicherheit sind bei insgesamt über 60 Veranstaltungen gefragt. Die Kranfahrer werden für diese Aufführungen speziell von Liebherr geschult und auf ihre Einsätze vorbereitet.


Montiert wurden beide Baukrane unmittelbar neben der Seebühne im Wasser auf sogenannten ‚Piloten’ – dies sind Holzpfähle die in den Grund des Bodensees gerammt werden und so das Fundament für den Kranaufbau bilden. Die Unterwagen beider Krane wurden direkt auf die Piloten montiert.


Giuseppe Verdis monumentale Oper Aida wird in den Spielzeiten 2009 und 2010 erstmals auf der Bregenzer Seebühne zu sehen sein. Die Premiere findet am 22. Juli statt und im Laufe des Sommers folgen weitere Aufführungen bis zum 23. August.



Liebherr hat den ersten Schwerlast-Offshorekran MTC 78000 ausgeliefert

08.07.2009

Ende Juni hat Liebherr den ersten Schwerlast-Offshorekran vom Typ MTC 78000 direkt vom Fertigungsstandort Rostock ausgeliefert. Der MTC 78000 ist einer der weltweit größten Offshore-Drehkrane. Zugleich ist dieses Großgerät mit einem maximalen dynamischen Moment von 78.000 mT das leistungsstärkste Gerät innerhalb des umfangreichen Kran- und Umschlaggeräte-Programms der Firmengruppe Liebherr. Bisher wurden bereits vier dieser Großkrane von Kunden in Auftrag gegeben.


Der MTC 78000 ist trotz seiner Größe als Drehkran konstruiert und basiert deshalb auf konventioneller Großwälzlagertechnologie. Der Drehkranz hat einen Durchmesser von ca. 9 m und wiegt fast 70 Tonnen.


Der Aufbau und die Montage des Großkrans vor Ort auf das Schwerlastschiff OSA Goliath stellte die Liebherr-Projektingenieure vor besondere Herausforderungen. Beispielsweise waren die einzelnen Hübe so zu planen, dass der maximal zulässige Bodendruck der Kaianlage nicht überschritten wurde. Weil der Aufbau-Starttermin vom Eintreffen des Schwerlastschiffs abhing und die zum Einsatz kommenden Hebegeräte deshalb rasch einsatzfähig sein mussten, setzte Liebherr beim Aufbau ausschließlich werkseigene Krane ein. Für die Schwerlasthübe wurden zwei große Hafenmobilkrane vom Typ LHM 600 im Tandembetrieb verwendet. Beide Krane verfügen über eine maximale Tragkraft von 208 Tonnen – im Tandembetrieb konnten daher Teile mit bis zu 400 Tonnen Gewicht montiert werden. Die Geräte wurden mit der neuen patentierten Liebherr Tandemsteuerung „Sycratronic“ ausgestattet. Die der Steuerung zugrundeliegende „Dynamic Anti Collision“ steuer gleichzeitige Kranbewegungen, wodurch größtmögliche Leistung bei maximalem Schutz der parallel arbeitenden Hafenmobilkrane gewährleistet ist.


Der Aufbau des MTC 78000 erforderte mehrere spektakuläre Schwerlasthübe. Zunächst wurde das Drehbühnen-Unterteil montiert – mit ca. 370 t die schwerste der Baugruppen. Anschließend folgten das Maschinenhaus mit den Antriebsaggregaten (ca. 240 t), das Mast-Unterteil (ca. 250 t) und das Mast-Oberteil (ca. 160 t), das an seiner Unterseite auf eine Höhe von mehr als 43 m über dem Kainiveau anzuheben war. Diese Hubhöhe konnte nur erreicht werden, weil die beiden Hafenmobilkrane mit zwei entsprechenden Turmverlängerungen ausgestattet waren.


Im letzten Montageschritt musste der spektakuläre Hub zum Anbau des Auslegers bewältigt werden. Der 87 m lange Aus-leger war im Tandemhub millimetergenau an die dafür vorgesehenen Anlenkpunkte zu positionieren, um eine beidseitige Verbolzung des Auslegers an der Drehbühne zu ermöglichen. Aufgrund der Größe der Bolzen wurden diese mit dafür extra entwickelten hydraulischen Verbolzungsmaschinen eingepasst.


Dank der präzisen Projektplanung erledigte das 50-köpfige speziell geschulte Team von Monteuren den gesamten Aufbau des MTC 78000 innerhalb von lediglich 23 Tagen.



100.ter Raupenkran ausgeliefert

29. Juni 2009

Liebherr Biberach hat vor kurzer Zeit den hundertsten Schnelleinsatzkran auf Raupenfahrwerk ausgeliefert. Den Kran vom Typ 42 KR.1 hatte die österreichische Strabag AG bestellt.


Im Jahr 2003 hat Liebherr erstmals die Spezialgattung von Schnelleinsatzkranen auf Raupenunterwagen mit den Modellen 32 TT und 42 K.1 der Öffentlichkeit präsentiert. Inzwischen haben sich solche Krane weltweit auf zahlreichen Baustellen bewährt.


Diese Raupenkräne vereinen das technische Know-how von drei Liebherr-Gesellschaften. In den Raupenunterwagen ist für den Raupenantrieb und die Abstütztechnologie das Entwicklungs-Know-how der Produktlinien Raupenbagger und Fahrzeugkrane eingeflossen. Spezialisten der Baukran-Sparte waren für den Kranaufbau und die Gesamtkonzeption verantwortlich.


Raupenkräne kommen dort zum Einsatz wo extreme Mobilität im Gelände, schnelle Standortwechsel und geringe Bodenpressung gefordert werden. Der 42 KR.1 kann mit komplettem Ballast stehend verfahren werden.




Erstauslieferung des Groß-Umschlaggerätes R 984 C Litronic High Rise

02.07.2009

Das Familienunternehmen S. Norton & Co in Liverpool, Großbritannien, ein Verarbeiter von Sekundärmetallen mit hohem Exportanteil, erhielt vor kurzem das erste Liebherr-Umschlaggerät vom Typ R 984 C Litronic High Rise. Die Entwicklung des neuen Groß-Umschlaggerätes beruht auf enger Zusammenarbeit zwischen der Liebherr-Hydraulikbagger GmbH und dem Erstkunden, dessen Praxisanforderungen in Form vieler optionaler Details in die neue Maschine eingeflossen sind.


Der R 984 C Litronic High Rise ist eine hocheffiziente, robuste und langlebige Umschlagmaschine für die schnelle Be- und Entladung von Schrott, sowie allen anderen im Hafenbereich anfallenden Schüttgüter wie Kohle, Kunstdünger oder Getreide. Ausgestattet mit einem Cummins QSK-19 C 750 Sechszylindermotor, der 504 kW / 685 PS Leistung erbringt, liegt das Einsatzgewicht des neuen R 984 C Litronic High Rise bei über 210 Tonnen. Zu den Neuerungen gehören ein besonders robust gestalteter Unterwagen in Pyramidenform sowie die optionale Turmerhöhung, die das Gerät um 8,70 m bis zum Drehkranz anhebt. Mit diesem Aufbau hat der Fahrer aus der Kabine eine Sichthöhe von 12,90 m. Eine am Stiel montierte Videokamera sorgt zudem beim Beladen von Schüttgutfrachtern für eine optimale Sicht auf die Last.


Das Raupenlaufwerk bietet mit ca. 8 x 9,50 m Standfläche hohe Stabilität und ist mit 750 mm breiten Flachbodenplatten ausgestattet. Abgesicherte Laufstege und eine Plattform rund um den gesamten Turm sorgen für den sicheren Zugang zum Oberwagen. Zwei zusätzliche 3.000-Liter-Kraftstofftanks wurden zur Ergänzung des 1.585-Liter-Tanks in den Turm integriert. Damit kann das Gerät wie vom Kunden gewünscht bis zu 100 Stunden ohne Nachtanken betrieben werden.


Das neue Groß-Umschlaggerät ist im Hafen von Liverpool in den West Canada Docks im Einsatz, wo es beim Verladen großer hochofenfertiger Altmetalle auf spezielle Frachter der Handysize-Kategorie eingesetzt wird. Ein wesentlicher Vorteil des R 984 C Litronic High Rise ist die feinfühlige Hydrauliksteuerung für das "sanfte Beladen" von Schrott, dem sogenannten ‚softload’. Zunächst wird ein stoßdämpfender Teppich aus fein geschreddertem Schrott mit sanften Arbeitsbewegungen auf dem Schiffsboden ausgelegt, um anschließend die Frachträume des Schiffes mit schnellen Arbeitsspielen beladen zu können. Der im softload erstellte Schrottteppich verhindert somit eine Beschädigung des Schiffbodens wenn Schrott aus größerer Höhe in den Schiffsboden geworfen wird.


S. Norton and Co ist seit über 25 Jahren Liebherr-Kunde und hat bereits einen Auftrag über einen zweiten R 984 C Litronic High Rise erteilt.



Firmengruppe Liebherr im Geschäftsjahr 2008 nochmals gewachsen

19.06.2009

Die Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen hat sich in der Firmengruppe Liebherr vor allem gegen Ende des Jahres 2008 zunehmend bemerkbar gemacht. Dennoch ist Liebherr im Jahr 2008 weiter gewachsen. Der Umsatz nahm um 11,0 % oder 834,0 Mio. € auf 8.408,0 Mio. € zu. Alle Liebherr-Sparten haben erfreuliche Steigerungen erreicht, wobei sich der mit Baumaschinen erzielte Umsatz im Vergleich zu den anderen Produktbereichen etwas dynamischer entwickelte. Mit Baumaschinen wurde ein Umsatz von 5.611,7 Mio. € erzielt, was einer Steigerung um 11,4 % oder 572,9 Mio. € entspricht.


In der Sparte Erdbewegung und Mining nahmen die Verkaufserlöse um 10,4 % oder 255,8 Mio. € auf 2.706,8 Mio. € zu. Der mit Fahrzeugkranen erzielte Umsatz stieg um 14,2 % oder 236,0 Mio. € und erreichte insgesamt 1.902,9 Mio. €. Die Sparte trug damit überdurchschnittlich zum Wachstum im Baumaschinenbereich bei. Auch mit Baukranen und Produkten der Mischtechnik wurde eine weitere Steigerung erzielt. Der Umsatz dieser Sparte legte um 8,8 % oder 81,1 Mio. € auf 1.002,0 Mio. € zu.


Stark gewachsen ist erneut die Sparte Maritime Krane. Mit Hafenmobilkranen, Con­tainerkranen sowie Schiffs- und Offshorekranen und Containerstapelkranen wurde ins­gesamt ein Umsatz von 627,7 Mio. € erreicht.



Olympia 2014 - Liebherr ist dabei!

17. Juni 2009

Für das Großprojekt der Olympischen Winterspiele 2014 im russischen Sotschi liefert die Firma Liebherr einige Maschienen. Im Bereich der Hafenequipment, so das Unternehmen, sei Liebherr Hauptlieferant.

Neben Radladern kommen beispielsweise fünf Hafenmobilkrane 5 LHM 180 HD und drei LHM 280 zum Einsatz. Ab August wird geliefert; bis Februar 2010 sollen alle acht Krane aufgebaut und in Betrieb genommen sein.



Neue Raupenbagger-Baureihe vorgestellt

27.04.2009

Mit der neuen Baureihe der Raupenbagger der Generation 6 präsentierte Liebherr auf der Intermat 2009 einen neuen Standard für Geräte in der Größenklasse von 21 bis 28 Tonnen.

Die neue Raupenbaggergeneration umfasst drei verschiedenen Typen: der R 906 Litronic mit einem Einsatzgewicht von 21,7 bis 23,3 Tonnen, der R 916 Litronic (23,7 - 26,4 t) und der R 926 Litronic (25,7 - 27,1 t) – jeweils abhängig von der individu­ellen Ausstattung. Alle drei Modelle sind jeweils mit einem Vierzylinder Liebherr-Baumaschinenmotor ausgestattet. Die Motorleistungen betragen für den R 906 Litronic 105 kW / 143 PS, für den R 916 Litronic 115 kW / 157 PS und für den R926 Litronic 130 kW / 177 PS. Die Motoren erfüllen die international geltenden Abgasvorschriften (Stufe IIIA / Tier 3). Das Motormanagement mit Systemintegration über CAN-Bus sorgt durch weniger Drehzahlvariation für optimierten Kraftstoffverbrauch und bessere Leistungsausnutzung.

Um den unterschiedlichen Markt- und Kundenbedürfnissen gerecht zu werden, ist jedes der drei neuen Raupenbaggermodelle in den Versionen „Classic“ und „Advanced“ erhältlich. Die Classic-Versionen sind für klassische Erdbewegungsarbeiten konzipiert, während die Advanced-Versionen mit noch weitergehenden innovativen Liebherr-Technologien ausgerüstet sind und somit extrem leistungsfähige „Full-Option“-Produkte darstellen. Deshalb sind die Advanced-Versionen der Generation 6 - Bagger universell einsetzbar. Deren enorme Leistungsfähigkeit wirkt sich nicht nur bei Erd­bewegungsarbeiten aus, sondern auch in der Gewinnung, bei Böschungsarbeiten, in Industrieapplikationen oder auf Abbruchbaustellen.

Bei modernen Hydraulikbaggern verlangt die hohe Anzahl der hydraulischen Verbraucher, von denen oft drei oder mehr Funktionen synchron oder teilsynchron genutzt werden, technisch hochwertige und ausgereifte Systeme. Deshalb sind alle Raupenbagger der Generation 6 mit dem neu entwickelten „Positive Control“-Hydrauliksystem mit entsprechender Steuerungslogik ausgestattet.

Zwei voneinander unabhängige hydraulische Kreise ermöglichen eine sinnvolle Ansteuerung der Komponenten insbesondere bei überlagerten Bewegungen, um den benötigten Volumenstrom ausreichend schnell und bei optimaler Energienutzung zur Verfügung zu stellen. Maximale Geschwindigkeiten von Einzelbewegungen werden durch Summieren der Pumpenkreisläufe erreicht.

So bietet das Liebherr „Positive Control“-Hydrauliksystem Leistungsvorteile bei überlagerten Bewegungen, wie z.B. Planierarbeiten, sowie bei Geradeaus- und Kurvenfahrt. Bei der Advanced-Version sorgt der höhere Betriebsdruck zusätzlich für höhere Zug-, Reiß-, und Losbrechkräfte.



Rollout des neuen Teleskop-Raupenkranes LTR 11200

02.04.2009

Vor kurzem fuhr der Prototyp des neuen Teleskop-Raupenkranes LTR 11200 aus der neu errichteten Großkran-Montagehalle im Liebherr-Werk in Ehingen. Eine besondere Freude für die an der Entwicklung und Fertigung beteiligten Liebherr-Mitarbeiter als auch einiger Kunden aus dem Bereich der Windkraftmontagen war, dass der Familiengesellschafter Dr. h.c. Dipl.-Ing. (ETH) Willi Liebherr eine kurze Ansprache zum offiziellen Rollout des neuen 1200-Tonners hielt. Er hob die Bedeutung der Windkraft als Haupteinsatzfeld für den neuen LTR 11200 hervor.

Der 100 m-Teleskopausleger und weitgehend auch die Drehbühne wurden vom Mobilkran LTM 11200-9.1 übernommen, der sich bereits mehrfach bei Windkraftmontagen bewährt hat. Auf Anregung des Windkraftanlagenherstellers Enercon entwickelte Liebherr das Konzept eines Teleskop-Raupenkranes auf Schmalspur-Raupenfahrgestell, der für das Verfahren des Kranes in aufgerüstetem Zustand auf den schmalen Wegen in Windparks optimiert ist. Die Raupenbreite beträgt maximal lediglich 4,8 m. Zur Kranarbeit wird der LTR 11200 auf einer Sternabstützung mit einer Basis von 13 m x 13 m abgestützt. Die vom LTM 11200-9.1 bekannten Auslegersysteme mit Y-Abspannung sowie fester und wippbarer Gitterspitze kommen auch bei der Raupenversion des 1200-Tonners zum Einsatz.



Weiterer Ponton-Großbagger in Bremerhaven in Betrieb genommen

10.02.2009

Anfang des Jahres hat die Möbius Bau-Aktiengesellschaft in Bremerhaven einen neuen Liebherr-Großbagger P 995 Litronic in Betrieb genommen. Der ca. 360 Tonnen schwere Pontonbagger ist auf dem Stelzenponton MP 40 installiert. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde die Schiffstaufe von Firmenchef Werner Möbius vorgenommen. Mit dieser Flottenerweiterung ist Möbius bestens aufgestellt, um sich neuen Herausforderungen im Wasserbau, besonders in Nordeuropa zu stellen.

Der MP 40 ist ein völlig neu konzipierter Stelzenponton von 60 m Länge, 18 m Breite und 4 m Seitenhöhe. Der installierte P 995 Litronic ist bereits das zweite Großgerät dieses Typs in der Maschinenflotte der Firma Möbius. Bereits seit dem Jahr 2004 bewährt sich ein P 995 Litronic als ökonomisches und besonders leistungsfähiges Ladegerät im Wasserbau.

Als erste Bewährungsprobe ist ein Einsatz im geplanten Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven vorgesehen. In diesem für Deutschland einzigartigen Wasserbauprojekt müssen innerhalb von etwa zwei Jahren 4.000.000 m³ schwer lösbarer „Lauenburger Ton“ gebaggert werden. Aufgrund seiner enormen Grabkräfte und seiner beeindruckend schnellen Zykluszeiten ist der MP 40 mit dem P 995 Litronic prädestiniert für diese Aufgabe.

Der P 995 Litronic wird von einem 1.600 kW / 2.140 PS starken MTU-Dieselmotor angetrieben. Die längste Arbeitsausrüstung des MP 40 besteht aus einem 16 m langen Monoblockausleger, einem 11 m Löffelstiel und einem 11 m³ fassenden Tieflöffel. Mit dieser Ausrüstungskombination werden maximale Grabtiefen bis 22,5 m erreicht. Die Reißkraft beträgt 657 kN, die Losbrechkraft 774 kN.



Radlader L 586 mit Publikumspreis ausgezeichnet

05.02.2009

Das Flaggschiff der Liebherr-Radlader, der L 586 2plus2, wurde in Österreich zum Radlader der Jahres 2008 gewählt.

Auf die vom Fachmagazin BAUBLATT.ÖSTERREICH initiierte Abstimmung nach dem beliebtesten Radlader mit mehr als 3 m³ Schaufelinhalt gingen über 1.000 gültige Stimmen aus der Leserschaft ein. Mit großem Abstand errang der L 586 2plus2 dabei den ersten Platz.

Der L 586 2plus2, den Liebherr auf der Bauma 2007 neu vorgestellt hat, bietet eine Kipplast von 20.430 kg, verfügt über 250 kW / 340 PS Motorleistung und ist bei 31 Tonnen Einsatzgewicht mit einer Standardschaufel von 5,5 m³ ausgestattet. Mit diesen Leistungsdaten und Dimensionen ist der neue L 586 2plus2 der weltweit größte hydrostatisch angetriebene Radlader.




Quelle: www.liebherr.com



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